Nach der Stichwahl am 08.06.2014, die vom meinem CDU-Gegenkandidaten gewonnen wurde, habe ich in einem Interview gesagt: "Daher wird man schon bald merken: Diese Wahl ist eine Personalunion durch die Hintertür."

Noch bevor die konstituierende Sitzung stattgefunden hat und der neue Stadtbürgermeister in sein Amt eingeführt ist, scheint sich meine Vermutung (leider) zu bewahrheiten.

Oder wie sonst ist es zu erklären, dass der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Telefonate oder Gespräche mit dem Ziel führt, die Posten der Beigeordneten der Stadt Gerolstein zu besetzen ?

Ist die Auswahl der Beigeordneten der Stadt Gerolstein und das Führen dahingehender Gespräche mit möglichen Kandidaten oder den einzelnen Fraktionen nicht primär die Aufgabe des Stadtbürgermeisters der Stadt Gerolstein, denn schließlich werden es ja seine Vertreter sein ?

Aus welchem Grund und mit  welcher Berechtigung mischt sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde hier ein ?

 

Leider könnte ich auch aus meiner Zeit als Stadtbürgermeister zahlreiche Beispiele nennen, die dokumentieren, dass der Bürgermeister der Verbandsgmeinde augenscheinlich nicht akzeptieren will oder kann, dass die Stadt Gerolstein eine autarke Gemeinde ist. Und je stärker man - als Stadtbürgermeister - auf die Selbständigkeit und die Rechte der Stadt hinweist  und pocht, desto schwieriger gestaltet sich die Zusammenarbeit !

 

Deshalb wiederhole ich auch heute noch eine weitere Aussage aus dem Interview: "Ich wünsche Gerolstein viel Glück."

 

 

Bernd May