Wahlkampf à la Bongartz – schlimmes  Spiel mit zwei CDU-Stadtbeigeordneten

Auf seinen Flyer steht zwar „ehrlich“ – aber das liest sich halt gut !

Wie ehrlich der CDU-Stadtbürgermeisterkandidat mit Menschen, hier zwei CDU-Mitgliedern und noch Stadtbeigeordneten, zum Erreichen eigener Vorteile im Wahlkampf, umgeht, verdeutlicht folgende Tatsache:

Zum besseren Verständnis des Lesers muss ich vorausschicken, dass beide CDU-Stadtbeigeordnete sowohl dem CDU-Gegenkandidaten und mir gegenüber unmissverständlich geäußert hatten, dass sie aufgrund der gegebenen Situation (im Wahlkampf noch Beigeordnete des amtierenden Stadtbürgermeisters) eine neutrale Position einnehmen, sich also nicht für oder gegen einzelne Kandidaten aussprechen würden. Dies habe ich mit vollstem Verständnis zur Kenntnis genommen und akzeptiert.

Nach der Wahl am 25.05.2014 hatte man sich innerhalb der CDU wohl darauf verständigt, eine Anzeige für das Mitteilungsblatt zu gestalten, in der sich alle neu gewählten Stadtratsmitglieder mit Bild und Namen für das Vertrauen und die Wahl bedanken. Auch meine beiden CDU-Stadtbeigeordneten wurden von dem CDU-Kandidaten gefragt, ob sie bei dieser Anzeige „mitmachen“. Sie haben dem, weil es sich nur um eine Dankanzeige hinsichtlich der Wahl zum Stadtrat – so die Absprache - handeln sollte, zugestimmt.

Wie überrascht waren die beiden aktuellen CDU-Stadtbeigeordneten, als ich ihnen am Freitag wohl am Donnerstag verteilte „Flyer“ zeigte, (also keine Anzeige im Mitteilungsblatt), auf denen ihr Bild mit Namen unter der Überschrift „Wir stehen hinter Friedhelm Bongartz !“ und im weiteren Text  „…wählen Sie Friedhelm Bongartz zum Stadtbürgermeister !“ wiederzufinden war, obwohl dazu keine Einwilligung von Ihnen vorlag.

Hierdurch entstand – sicherlich beabsichtigt - nach außen einerseits  der Eindruck – und ich bin am Freitag anl. eines Ministertermins in Lissingen mehrfach genau darauf angesprochen worden – dass die momentanen CDU-Stadtbeigeordneten/Vertreter mir als amtierendem Stadtbürgermeister „in den Rücken fallen, also wohl unzufrieden mit mir wären“. Andererseits wurde damit öffentlich suggeriert,  dass sie ihre zugesagte Neutralität aufgegeben haben und jetzt hinter dem CDU-Kandidaten stehen. Mir gegenüber haben die Beigeordneten versichert, dass sie ihre zugesicherte Neutralität nicht zur Unterstützung des CDU-Kandidaten aufgegeben hätten und sie weder über den Flyer noch über dessen Inhalt informiert worden sind.

Ich möchte hier in aller Deutlichkeit klarstellen, dass ich meinen Beigeordneten glaube und nicht davon ausgehe, dass sie mir „in den Rücken gefallen“ sind, sondern sie hier – ohne ihr Wissen und ihr Einverständnis – m.E. auf eine ganz unfaire und schäbige Art und Weise und ausschließlich zum „Stimmenfang“ vom und für den CDU-Kandidaten instrumentalisiert wurden.

 

Bernd May